Der Bundestrainer Deutschlands, Jürgen Klopp, verteidigte am Donnerstag die Idee eines „positiven Patriotismus“ und sagte, die Deutschen sollten ihre Flagge schwenken können, ohne dass diese Geste automatisch mit Nationalismus in Verbindung gebracht wird. Die Äußerungen wurden auf der Pressekonferenz gemacht, auf der er den Kader der Nationalmannschaft bekannt gab, vor den Regionalwahlen am Sonntag, dem 20. September, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Ohne sich als Politikexperte darzustellen, verwies Klopp auf die jüngsten Wahlen in Sachsen-Anhalt, die die AfD mit 43,8 % der Stimmen gewann. Er sagte, er wünsche sich, dass die Menschen stolz darauf sein könnten, Deutsche zu sein, und gleichzeitig offen, tolerant und respektvoll gegenüber der Vielfalt blieben.
Der Bundestrainer erklärte, dass er den Ausdruck „positiver Patriotismus“ dem Begriff „Nationalstolz“ vorziehe, den er für anfällig für Fehlinterpretationen halte. In Deutschland werden nationale Symbole aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit mit Sensibilität betrachtet, obwohl sie bei Sportwettbewerben sichtbarer geworden sind.
Die Äußerungen fallen in einen angespannten Wahlkontext. In Mecklenburg-Vorpommern liegen SPD und AfD in den Umfragen nahezu gleichauf, während in Berlin Die Linke, CDU und AfD an der Spitze der Umfragen stehen. Der Aufstieg der AfD setzt auch Bundeskanzler Friedrich Merz unter Druck.
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