Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am Mittwoch in Berlin, dass er weiterhin skeptisch gegenüber den Erfolgsaussichten eines möglichen Verfahrens zum Verbot der Partei Alternative für Deutschland (AfD) sei. Eine solche Maßnahme würde das Problem, das von der rechtsextremen Partei ausgehe, nicht lösen, sagte er.
Die Erklärung erfolgte nach dem Wahlsieg der AfD bei der Wahl am Sonntag im Bundesland Sachsen-Anhalt, bei der die Partei mehr als doppelt so viele Stimmen wie die CDU erhielt, die von Merz geführt wird und seit 2002 im Land regiert.
„Priorität im Umgang mit der AfD muss die politische Auseinandersetzung und der Versuch sein, ihre Wähler wieder für die politische Mitte zu gewinnen“, sagte der Bundeskanzler. Merz warf der Partei vor, den Wohlstand Deutschlands durch ihre EU-feindliche Haltung sowie ihre Unterstützung für einen Austritt aus der EU, der Eurozone und dem Schengen-Raum zu gefährden.
In der ersten parlamentarischen Auseinandersetzung mit der AfD nach der Landtagswahl warf Merz der Partei vor, eine „ethnische Säuberung in Deutschland“ anzustreben, und bezeichnete sie als zerstörerische Kraft. Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel erklärte, die CDU sei in Sachsen-Anhalt „pulverisiert“ worden, und forderte den Bundeskanzler auf, einen Schritt zurückzutreten.
f,Neueste Nachrichten
09:41
09:19
08:59
08:50
08:26
Mehr Nachrichten ansehen