Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) verklagt Bundeskanzler Friedrich Merz und wirft ihm Verleumdung vor, nachdem er die „Remigrations“-Politik der Partei mit „ethnischer Säuberung“ in Verbindung gebracht hatte. Der Streit entbrannte am Mittwoch während einer Debatte im Bundestag vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen über Migration und des jüngsten Wahlergebnisses im Land Sachsen-Anhalt.
Merz erklärte, „Remigration“ sei „ein Synonym für ethnische Säuberung nach Herkunft und Hautfarbe“. Der Bundeskanzler sagte außerdem, die von der AfD vorgeschlagenen Maßnahmen im Bereich Migration hätten schwerwiegende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.
Stephan Brandner, AfD-Abgeordneter und hochrangiges Mitglied der Partei, erklärte, die Äußerungen hätten eine Grenze überschritten und seien strafrechtlich relevant geworden. Er argumentierte, die Verbindung der Partei mit Vertreibungen und Verbrechen mache ein Eingreifen der Justiz erforderlich. Friedrich Merz hat bisher nicht auf die rechtlichen Schritte reagiert.
„Remigration“ ist ein von der extremen Rechten verwendetes Konzept, das die Rückkehr oder Abschiebung von Migranten bezeichnet – von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus bis hin zur massenhaften Ausweisung von Einwanderern und deren Nachkommen. Die AfD erhielt in Sachsen-Anhalt fast 44 Prozent der Stimmen und gewann 39 der 83 Sitze im Landesparlament.
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