Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk warnt, dass Polen nach neuen russischen Angriffen auf den Westen der Ukraine nahe der polnischen Grenze auf „verschiedene Szenarien“ vorbereitet sein muss. Infolge der Angriffe ließ Warschau Kampfjets aufsteigen, gab Warnungen für die Regionen Podkarpackie und Lublin heraus und entdeckte eine Drohne, die sich dem polnischen Hoheitsgebiet näherte.
Tusk erklärte, Russland „plane etwas Böses“, und die Behörden müssten ihre Entscheidungen auf Fakten stützen. Er verwies auch auf die Lehre aus dem sowjetischen Angriff auf Polen am 17. September 1939 und warnte, dass jede Aggression gegen das Land eine entschlossene Antwort Polens und seiner Verbündeten erhalten werde.
Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bezeichnete die Sicherheitslage als „die gefährlichste“ und sagte, Russlands Handlungen seien keine isolierten Vorfälle mehr, sondern Teil einer Strategie des Drucks auf die NATO, die Europäische Union und Polen. Der Minister warnte, Russland „werde nicht in der Ukraine Halt machen“ und zu neuen Provokationen greifen.
Die Angriffe ereigneten sich nahe dem ukrainischen Ort Jagodzin bei Dorohusk, wo eine schwere Explosion gemeldet wurde. Der Verteidigungsminister forderte die lokalen Behörden auf, sich auf die schwierigsten Szenarien vorzubereiten, und unterzeichnete ein Abkommen zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich.
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