Stephane Sejourne, der europäische Kommissar für Industrie, hat angekündigt, dass er im September eine Reform der Ausschreibungsverfahren vorstellen wird, die darauf abzielt, die Produktion in der Europäischen Union vor unlauterem Wettbewerb zu schützen.
Auf einem Wirtschaftsforum in Aix-en-Provence betonte er, dass 30% der Vergabekriterien bei europäischen Ausschreibungen Innovation, Resilienz und Dekarbonisierung betreffen werden, nicht nur den Preis. Diese Reformen sind Teil einer Neuausrichtung der europäischen Industriepolitik, beeinflusst durch den unlauteren Wettbewerb aus China und die Zollpolitik der Vereinigten Staaten. Sejourne hob die Bedeutung der Integration der Industriepolitik in die Wettbewerbspolitik hervor, da die öffentlichen Beschaffungsmärkte der EU einen Wert von 2.000 Milliarden Euro haben.
Er erwähnte auch, dass es europäische Produktionsverpflichtungen für Auto- und saubere Energietechnologien geben wird, sowie Anforderungen, dass Fahrzeuge, die mit öffentlichen Mitteln beschafft werden, einen signifikanten Anteil an in der EU hergestellten Komponenten haben müssen. Ohne diese Maßnahmen wird geschätzt, dass der Anteil europäischer Komponenten in in der EU hergestellten Fahrzeugen bis 2035 drastisch sinken könnte.
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