Die Europäische Union erlaubt nicht mehr die Anwendung einer gemeinsamen Preisobergrenze für Gas für Haushaltsverbraucher (das Instrument lief am 31. Dezember 2024 aus). Dennoch haben die Länder Westeuropas in der Zeit von 2022 bis 2023 die Einnahmen aus Steuern und Abgaben auf Energie reduziert und zusätzlich Mittel aus anderen Ressourcen bereitgestellt, um die Bevölkerung und die Industrie zu schützen.
So hat Deutschland die „Bevölkerung“ in der Zeit von 2022 bis 2023 durch drei große Arten von Interventionen unterstützt:
1. Direktzahlungen/Subventionen (Übertragungen an Haushalte oder Unternehmen) – 47 Mrd. EURO
2. Reduzierungen von regulierten Tarifen („Preisdeckel“ für Gas/Energie) – 80 Mrd. Kosten, die in die Zukunft verschoben wurden
3. Steuererleichterungen/Beiträge (der Staat hat weniger eingenommen) – 19 Mrd. EURO
Bezogen auf eine Bevölkerung von 85 Millionen Bürgern ergibt sich, dass jeder Bürger in der Zeit der Anwendung der Maßnahmen 1.717 Euro erhalten hat oder nicht mehr gezahlt hat (858 Euro/Jahr, die Maßnahmen wurden in der Zeit von 2022 bis 2023 angewendet).
In Rumänien hat der Staat keine Steuer abgeschafft, im Gegenteil, er hat 270% mehr aus der Mehrwertsteuer eingenommen und hat für Subventionen an Anbieter in der Zeit von 2022 bis 2025 etwa 37,3 Mrd. Lei gezahlt, was für jeden rumänischen Bürger einen Vorteil von etwa 386 Euro (96 Euro/Jahr, die Maßnahmen wurden in der Zeit von 2022 bis 2025 angewendet) ausschließlich durch die Deckelung der Preise ergibt.
So hat Deutschland in der Zeit der Energiekrise, um die Verbraucher zu unterstützen, SCHUTZMAßNAHMEN FÜR VERBRAUCHER eingeführt und seine Steuereinnahmen um 19 Mrd. EURO reduziert, während Rumänien aus der „Schutzmaßnahme für die Bürger“ 10 Mrd. EURO gewonnen hat – Geld, das von den Geschützten gezahlt wurde.
Dies dient dazu, zu verstehen, wie die Verbraucher in Rumänien geschützt werden.
Ab 2026 wird der Sozialklimafonds in Kraft treten, ein neues Mechanismus auf EU-Ebene, das der Unterstützung von gefährdeten Familien, die von der Energiewende betroffen sind (einschließlich Heizungs-/Energiekosten), gewidmet ist, aber die Art und Weise, wie jeder Staat ihn umsetzt, variiert.
Dennoch gibt es mehrere Unterstützungsprogramme für gefährdete Verbraucher von Strom und Gas, die in der EU-27 im Jahr 2026 gelten:
Einige existieren als „dauerhafte“ Instrumente in vielen Staaten (Sozialtarif/Heizhilfen/Sozialleistungen für gefährdete Verbraucher)
Viele Krisenmaßnahmen 2021–2023 wurden eingestellt, aber einige Staaten reaktivieren sie vorübergehend, wenn die Preise steigen (z. B.: Griechenland hat 2024 Subventionen für Rechnungen wieder eingeführt).
EU-Tabelle – Hilfsprogramme für die Bevölkerung in den EU-Ländern, geordnet nach dem Preis von der höchsten zur niedrigsten für Strom im Verhältnis zur Kaufkraft (2026)

Bei der Analyse der obigen Tabellen kann man feststellen, dass es nur noch 5 Länder gibt, in denen es noch Unterstützungsmaßnahmen für alle Gaskonsumenten gibt (Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn) und nur 4 für alle Stromverbraucher (Kroatien, Polen, Slowakei und Ungarn).
Alle anderen Länder haben Unterstützungsmaßnahmen für gefährdete Verbraucher. Die größten Hilfen finden sich in Griechenland, Frankreich, Malta, Dänemark, Zypern und Irland, wo bis zu 1.800 Euro/Jahr gewährt werden.
EU-Tabelle 2 – Beträge, die als Hilfe für Haushalte für Gas und Strom sowie Steuererleichterungen in den EU-Ländern gewährt werden, geordnet nach dem Preis von der höchsten zur niedrigsten für Strom im Verhältnis zur Kaufkraft (2026)

Obwohl Rumänien einen Preis für die Bevölkerung im Verhältnis zur Kaufkraft (Daten vom Juli 2025) von ca. 4 Mal höher hat als das Land mit dem niedrigsten Preis, hat es Hilfen (Gas+Strom) für gefährdete Verbraucher im Jahr 2026 von ca. 5 Mal weniger als das Land mit dem niedrigsten Preis für Strom im Verhältnis zur Kaufkraft.
Im Jahr 2026 ist die EU-Politik zur Unterstützung von Energie endgültig in eine neue Phase eingetreten: der universelle Schutz ist verschwunden, und der sozial-gerichtete Schutz ist zur Regel geworden. Nach dem Auslaufen der Krisenmechanismen (Deckelungen und allgemeinen Subventionen) sind fast alle Mitgliedstaaten zu einer Marklogik für Preise zurückgekehrt, die nur durch direkte Hilfen für gefährdete Verbraucher kompensiert wird.
Die Tatsache, dass nur 4–5 Länder weiterhin Unterstützung für alle Verbraucher aufrechterhalten, zeigt, wie isoliert diese Politiken geworden sind. Der Rest der EU hat akzeptiert, dass:
die allgemeine Subventionierung fiskalisch nicht nachhaltig ist,
Investitionen in Effizienz und saubere Energie verzerrt,
und im Konflikt mit den europäischen Klima- und Haushaltsregeln steht.
In diesem neuen Rahmen ist der Sozialklimafonds kein neuer „europäischer Deckel“, sondern ein Instrument der sozialen Mitfinanzierung: er verlagert den Schutz von der „Rechnung für alle“ zur gezielten Unterstützung für Haushalte, die von Energiearmut betroffen sind. Länder, die ihn gut nutzen (Frankreich, Griechenland, Irland, Dänemark usw.) werden in der Lage sein, substanzielle Hilfen (bis zu 1.800 € / Jahr) anzubieten, ohne die Preissignale des Marktes zu zerstören.
Für Staaten, die weiterhin universelle Programme aufrechterhalten (einschließlich Rumänien), ist die Botschaft klar: es sind immer weniger Ausnahmen, die in einem europäischen System, das die Deckelungen aufgegeben hat und endgültig zum sozial-gerichteten und realen Schutz übergegangen ist, gerechtfertigt werden können.
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