Die Gesundheitsbehörden in Lissabon haben am Donnerstag 30.000 sterile männliche Mücken der Art Aedes albopictus freigesetzt, die als Asiatische Tigermücke bekannt ist. Die experimentelle Maßnahme soll die Population dieser Insekten und die Risiken für die öffentliche Gesundheit reduzieren.
Die freigesetzten Mücken stechen nicht, da sich nur die Weibchen von Blut ernähren. Die Insekten wurden mit einer geprüften Technik sterilisiert und sollen mit den wild lebenden Männchen konkurrieren. Die Paarung mit sterilen Exemplaren führt zu keinem Nachwuchs, was die Fortpflanzung der Art begrenzen könnte.
Die Asiatische Tigermücke kann Viren übertragen, die unter anderem Denguefieber, Zika und Gelbfieber verursachen, wenn sie eine infizierte Person sticht und den Erreger anschließend an eine andere Person weitergibt.
Dies ist die letzte Freisetzung im Rahmen der aktuellen Projektphase. Insgesamt wurden in Portugal 60.000 sterile Mücken freigesetzt. Die Forscher beobachten nun ihre Ausbreitungsfähigkeit und ihr Überleben. Wenn die Ergebnisse positiv ausfallen, könnte im Mai eine Vergleichsstudie zwischen den betroffenen Gebieten und solchen beginnen, in denen die Mückenpopulation unter Kontrolle gehalten wird. Fachleute betonen, dass die Beseitigung von Orten mit stehendem Wasser, an denen sich die Insekten vermehren, weiterhin von entscheidender Bedeutung ist.
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