Europa geht mit einem neuen Druck auf die Energiepreise in die kalte Jahreszeit. In Deutschland hat der Großhandelspreis für Strom mit Lieferung im Januar 2027 180 Euro pro MWh überschritten und liegt damit um mehr als 60 % höher als vor einem Jahr. Der Anstieg wird hauptsächlich durch die Verteuerung von Erdgas und den zunehmenden Wettbewerb um Flüssigerdgas angetrieben.
Die europäischen Länder versuchen, ihre Vorräte vor dem Winter wieder aufzufüllen, doch die Lieferungen werden durch die Spannungen im Nahen Osten beeinträchtigt. Die Sperrung der Straße von Hormus hat den LNG-Transport aus Katar gestört und den Druck auf den globalen Markt erhöht.
Das Wetter wird in den kommenden Monaten entscheidend sein. Ein kalter Winter in Verbindung mit einer geringeren Wind- und Solarstromproduktion könnte Europa dazu zwingen, mehr Gas und Kohle zu verwenden. In diesem Szenario könnten die Großhandelspreise für Strom laut von Bloomberg zitierten Schätzungen um bis zu 50 % steigen.
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