Rumänien verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 ein kumuliertes Handelsdefizit von etwa 2,524 Milliarden Euro bei Rohöl und raffinierten Erdölprodukten, 741,2 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, laut einer von Dumitru Chisăliță auf Grundlage von ARICE-Daten erstellten Analyse.
Die wichtigste Verschlechterung zeigte sich bei den raffinierten Produkten. Rumänien wechselte von einem Überschuss von 380,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 zu einem Defizit von 590,3 Millionen Euro im Jahr 2026 – eine Veränderung um 970,9 Millionen Euro. Das Defizit bei Rohöl verringerte sich dagegen um 229,7 Millionen Euro auf 1,934 Milliarden Euro.
Im analysierten Zeitraum erreichten die Importe raffinierter Erdölprodukte 1,62 Milliarden Euro, während sich die Exporte auf insgesamt 1,03 Milliarden Euro beliefen. Die Exporte deckten somit nur 63,6 % der Importe.
Die Analyse führt diese Entwicklung auf die Nichtverfügbarkeit bestimmter Raffineriekapazitäten zurück. Petrotel ist seit Oktober 2025 stillgelegt, während Petromidia und Vega ab dem 24. Februar 2026 eine etwa 20-tägige Stilllegung durchliefen. Dadurch wurde Rumänien stärker von Benzin- und Dieselimporten aus der Türkei, Saudi-Arabien und anderen Staaten abhängig.
Der Analyse zufolge können sich die Auswirkungen auf den Verkehr, die Landwirtschaft, die Industrie und das Baugewerbe ausweiten.
Quellen
Neueste Nachrichten
12:56
12:55
12:49
12:41
12:39
Mehr Nachrichten ansehen