Der Vorsitzende der Parlamentsfraktion der nationalen Minderheiten, Varujan Pambuccian, forderte Präsident Nicușor Dan am Donnerstag bei den Konsultationen im Cotroceni-Palast auf, die Ernennung des Ministerpräsidenten zu verschieben. Er begründete dies damit, dass es im Parlament derzeit keine Mehrheit für die Bildung einer Regierung gebe.
Pambuccian erklärte, Rumänien befinde sich in derselben Situation wie vor drei oder vier Monaten. Das Hauptproblem sei nicht die Person, die das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen solle, sondern die fehlende parlamentarische Unterstützung. Seiner Ansicht nach könne ohne eine Mehrheit keine Regierungsformel die aktuelle politische Krise lösen.
Der Minderheitenvertreter warnte, Rumänien nähere sich einem „apotheotischen Finale“ der Krise, und wies die Vorstellung zurück, dass vorgezogene Parlamentswahlen die Situation lösen würden. Er betonte, Priorität habe die Bildung einer stabilen und funktionsfähigen Regierungskonstellation, die es ermögliche, die Blockade zu überwinden.
Pambuccian sagte außerdem, die Mehrheit müsse sich aus der tatsächlichen Abstimmung der Parlamentarier ergeben und nicht nur aus Vereinbarungen zwischen den Parteivorsitzenden. Er warnte auch vor dem Risiko, dass bestimmte Verhandlungsbedingungen zu einer Regierungsführung führen könnten, die das demokratische Funktionieren beeinträchtigt.
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