Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google werden in einer am Freitag in Kalifornien eingereichten Bundesklage beschuldigt, eine illegale Vereinbarung getroffen zu haben, um die Entwicklung künstlicher Intelligenz zu koordinieren und zu verlangsamen, wodurch gegen das Kartellrecht der Vereinigten Staaten verstoßen worden sei.
Die Klage wurde von vier Abonnenten der Dienste ChatGPT, Claude, Grok und Gemini beim Bundesgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht. Die Kläger beantragen die Anerkennung einer landesweiten Gruppe zahlender Nutzer und machen geltend, dass die mutmaßliche Koordination den Wettbewerb und den Wert der den Verbrauchern angebotenen Dienste beeinträchtigen würde.
Im Mittelpunkt der Klage stehen öffentliche Äußerungen vom 12. September. Am selben Tag forderte Dario Amodei, der Vorstandsvorsitzende von Anthropic, die Branche zur Zusammenarbeit auf, um den Fortschritt der KI zu verlangsamen und strengere Sicherheitsmaßnahmen einzuführen. Sam Altman, Elon Musk und Demis Hassabis sollen diesen Vorschlägen zugestimmt haben.
Die Kläger berufen sich außerdem auf eine im Juli von Mitarbeitern mehrerer Labore unterzeichnete Erklärung über den Druck, die Entwicklung der Technologie nicht einseitig zu verlangsamen. Sie erklären, dass die Unternehmen individuell Sicherheitsmaßnahmen ergreifen könnten, sich jedoch nicht koordinieren dürften, um den Wettbewerb einzuschränken.
Anthropic, OpenAI, Google und SpaceXAI äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Dario Amodei räumte zuvor ein, dass eine solche Zusammenarbeit kartellrechtliche Probleme aufwerfen könnte, und schlug eine Beteiligung der US-Regierung vor. Der Streit findet vor dem Hintergrund des Widerstands von Präsident Donald Trump gegen eine strenge Regulierung der KI-Branche statt.
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