Indien, der weltweit größte Produzent und Exporteur von Reis, könnte in diesem Jahr aufgrund der Dürre und der unzureichenden Niederschläge während der Monsunzeit einen Produktionsrückgang von etwa 10 Millionen Tonnen verzeichnen. Dies erklärte B.V. Krishna Rao, der Vorsitzende des Verbands der Reishändler.
Der Rückgang würde gegenüber der im vergangenen Jahr erzielten Rekordernte von 154 Millionen Tonnen fast 6,5 % betragen und wäre der größte Rückgang seit der Saison 2009/2010. Seit dem 1. Juni lagen die Niederschläge in Indien 15 % unter dem Normalwert, in einigen Anbaustaaten erreichte das Defizit 42 %.
Die mit Sommerreis bestellte Fläche belief sich am 11. September auf 42,68 Millionen Hektar und war damit knapp 4 % kleiner als im Vorjahr. Diese Kulturen liefern mehr als 80 % der gesamten Reisproduktion des Landes. Auch die Winterernte könnte beeinträchtigt werden, da die Wasserreserven in den Stauseen unter dem Normalniveau liegen.
Die Inlandspreise und die Exportpreise sind bereits gestiegen, und die Entwicklung in Indien könnte den Druck auf den internationalen Märkten verstärken, wo die Preise in Thailand und Vietnam ebenfalls zulegen. Analysten sind jedoch der Ansicht, dass die Rekordbestände von 59,6 Millionen Tonnen am 1. September Indien ermöglichen werden, die Exporte ohne Einschränkungen aufrechtzuerhalten.
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