Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte am Freitag auf der Plattform X mit, sie sei darüber informiert worden, dass eine Drohne am Donnerstag den Kühlturm eines Reaktors des russischen Kernkraftwerks Kursk getroffen haben soll. Nach den der in Wien ansässigen Organisation übermittelten Informationen war der Reaktor zum Zeitpunkt des Vorfalls in Betrieb, doch seine Betriebsweise wurde nicht beeinträchtigt und es brach kein Feuer aus.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigte, dass jeder Angriff auf eine nukleare Anlage inakzeptabel sei, und rief zu größtmöglicher Zurückhaltung auf, um einen nuklearen Unfall zu verhindern. Russland und die Ukraine haben die Information bislang nicht kommentiert.
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund wiederholter Warnungen der IAEA vor den Risiken, die vom Krieg in der Ukraine ausgehen. Im Juli hatte der Gouverneur der Region Kursk der Ukraine vorgeworfen, einen Kühlturm des im Bau befindlichen Kernkraftwerks Kursk II getroffen zu haben, das neben dem in den 1970er-Jahren errichteten und in Betrieb befindlichen Kraftwerk liegt. Im August 2025 soll eine ukrainische Drohne auf dem Gelände des Kraftwerks einen Brand verursacht haben, ohne dass es zu einem ungewöhnlichen Anstieg der Radioaktivität kam. Das Kraftwerk verfügt über vier Reaktoren.
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