Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) hat am Donnerstag, dem 10. September, die Festnahme eines ehemaligen Wachmanns der britischen Botschaft in Moskau bekannt gegeben. Ihm wird vorgeworfen, persönliche Daten britischer Diplomaten für ukrainische Nachrichtendienste gesammelt zu haben.
Nach Angaben des FSB sollen die Informationen im Rahmen der Vorbereitung einer ukrainischen Operation unter „falscher Flagge“ gesammelt worden sein, die feindselige Handlungen gegen das britische diplomatische Personal provozieren und anschließend Russland die Verantwortung dafür zuschieben sollte. Die russischen Behörden haben bislang keine öffentlich zugänglichen Beweise zur Untermauerung der Vorwürfe vorgelegt.
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund der deutlichen Verschlechterung der Beziehungen zwischen Moskau und London nach der im Februar 2022 begonnenen umfassenden russischen Invasion in der Ukraine. Gleichzeitig haben Russland und die Ukraine nach dem Ablauf eines dreitägigen Moratoriums ihre gegenseitigen Angriffe wieder aufgenommen. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf See auf den Urlaubsort Sotschi wurden acht Menschen verletzt; zudem wurden ein Teil der Mole und die Strandinfrastruktur beschädigt.
Der Konflikt wird auch durch die militärische Unterstützung Pjöngjangs für Moskau angeheizt. Nordkorea soll im Gegenzug für die von Russland gewährte wirtschaftliche und technologische Unterstützung zwischen 14.000 und 15.000 Soldaten sowie Millionen von Artilleriegeschossen entsandt haben.
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