Eine umfassende Überprüfung in The Lancet findet keinen Zusammenhang mit Autismus oder ADHS und unterstützt die aktuellen EU-Richtlinien, wonach das Medikament sicher bleibt, wenn es korrekt angewendet wird.
Amsterdam, 23. Januar 2026 – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat bekräftigt, dass Paracetamol während der Schwangerschaft sicher ist, nachdem eine neue umfassende Studie veröffentlicht wurde. Die Agentur erklärte, dass es keine neuen Beweise gibt, die Änderungen der aktuellen EU-Empfehlungen erforderlich machen, und bietet Millionen von werdenden Müttern Sicherheit.
Zusammenfassung
Eine neue systematische Überprüfung bestätigt, dass Paracetamol das Risiko von neurodevelopmentalen Störungen wie Autismus oder ADHS nicht erhöht.
Die EMA hält an der Empfehlung fest, dass das Medikament in der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzest mögliche Zeit sicher verwendet werden kann.
Umfangreiche Daten zeigen weiterhin kein Risiko für Fehlbildungen bei Föten oder Neugeborenen, die dem Medikament ausgesetzt sind.
Das Update folgt einer kürzlichen systematischen Überprüfung und Meta-Analyse, die in The Lancet Obstetrics, Gynaecology, & Women’s Health veröffentlicht wurde. Diese bedeutende wissenschaftliche Veröffentlichung fand keine Beweise dafür, dass die Anwendung von Paracetamol in den empfohlenen Dosen während der Schwangerschaft das Risiko von autistischen Störungen, ADHS oder intellektueller Behinderung bei Kindern erhöht.
„Paracetamol bleibt eine wichtige Option zur Behandlung von Schmerzen oder Fieber bei schwangeren Frauen“, sagte Steffen Thirstrup, der Chefarzt der EMA. „Unser Rat basiert auf einer gründlichen Bewertung der verfügbaren wissenschaftlichen Daten, und wir haben keine Beweise gefunden, dass die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft Autismus bei Kindern verursacht.“
Die Position der EMA bleibt konsistent mit ihrer Überprüfung von 2019, die ebenfalls zu nicht schlüssigen Ergebnissen in Bezug auf die Risiken für die neurodevelopmentale Entwicklung kam. Darüber hinaus deuten eine große Menge an Daten auf ein Fehlen des Risikos für physische Fehlbildungen beim sich entwickelnden Fötus hin. Dennoch empfiehlt die Agentur weiterhin Vorsicht: Paracetamol sollte nur verwendet werden, wenn es klinisch notwendig ist, in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Dauer. Schwangere Frauen werden ermutigt, Fachleute im Gesundheitswesen zu konsultieren, wenn sie Bedenken haben.
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