Die Aussagen von Präsident Trump zu den Zöllen haben in den letzten 12 Monaten als Detonatoren der Volatilität gewirkt: Sie haben plötzliche Verkäufe an der Wall Street an "Schocktagen" (April 2025, Januar 2026) ausgelöst, aber die Wirkung war insgesamt von kurzer Dauer, da die Märkte sich schnell erholten, sobald die Drohungen nuanciert oder zurückgezogen wurden.
Allgemeine Dynamik: Stimmungsschock, kein Trend zum Absturz
Das am 2. April 2025 angekündigte "gegenseitige" Zollpaket mit einem Basiszoll von mindestens 10 % auf Importe und höheren Quoten für Dutzende von Ländern führte zu einer der härtesten Börsensitzungen seit 2020, wobei der S&P 500 um etwa 4,8 % und der Nasdaq um fast 6 % an einem einzigen Tag fiel, angesichts der Ängste vor einer Rezession und Inflation durch Zölle.
Dennoch hatte der S&P 500 bis Anfang Mai 2025 praktisch alle Verluste vom "Befreiungstag" wieder aufgeholt, was eine Reihe neuer aufeinanderfolgender Sitzung von Kursgewinnen markierte und über das Niveau vom 2. April zurückkehrte, was darauf hindeutet, dass der Schock eher von der Stimmung als von einem Beginn eines strukturellen Bärenmarktes ausging.
Im Sommer 2025, mit dem Inkrafttreten einiger Zölle und angekündigten Ausnahmen für Technologiegiganten, die in den USA produzieren, war die Reaktion der amerikanischen Börse viel gemäßigter: Der Nasdaq schloss mit einem leichten Anstieg, während der S&P 500 marginal zulegte, was darauf hindeutet, dass die Märkte bereits einen Großteil des Zollrisikos verdaut hatten und die Klarstellungen und Ausnahmen schätzten.
Das "Grönland"-Ereignis: Bedrohung – Panik – Rückkehr
Am Wochenende vom 18. bis 19. Januar 2026 verband Trump den Streit um Grönland mit der Drohung von progressiven Zöllen (10 % ab dem 1. Februar, möglicherweise 25 % ab Juni) gegenüber acht NATO-Verbündeten, was die Ängste vor einem transatlantischen Handelskrieg neu entfachte und die Strategie "Sell America" wieder aktivierte, die nach den umfassenden Zöllen von 2025 getestet wurde.
Die erste amerikanische Sitzung nach diesem Wochenende (Dienstag, 20. Januar 2026) brachte einen Rückgang von etwa 2,1 % des S&P 500 – den größten täglichen Rückgang seit einem Vorfall im Oktober zuvor – und die Investoren suchten Zuflucht in sicheren Anlagen wie dem Schweizer Franken und Gold.
Wie die Übertragung funktioniert: Von Tweet zu Preis
Trumps Aussagen treffen zunächst das Vertrauen: Überraschende Ankündigungen über hohe Zölle in kämpferischem Ton werden von den Märkten als negative wirtschaftspolitische Schocks interpretiert, die globale Lieferketten, Unternehmensgewinne und den Zinsverlauf beeinträchtigen können.
Die anfängliche Reaktion ist "risk-off":
Aggressive Verkäufe bei großen Indizes (S&P 500, Nasdaq) und in einigen Fällen schnelle Rückgänge in Korrektur- oder Bärengebiet auf Segmentebene (zum Beispiel trat der Russell 2000 nach dem Schock vom 2. April 2025 in den Bärenmarkt ein).
Ströme in Anleihen, sichere Währungen und Gold, was die Panikbotschaft verstärkt und den Rückgang der Börsen am Tag des Ereignisses verstärkt.
Über einen Zeitraum von mehreren Wochen ändert sich das Bild: Verhandlungen, Ausnahmen und Ankündigungen von "Pause" oder "Rahmenwerk" mildern die Risikowahrnehmung, und die Ströme kehren sich um, mit Erholungsrallyes, die die Verluste vom Schocktag auslöschen (Beispiel: vollständige Erholung der Verluste vom 2. April 2025 bis zum 2. Mai 2025 oder die Rallye nach dem Rückzug der Zollbedrohungen bezüglich Grönland).
Punktuelle Zeitleiste: Aussagen vs. Bewegung S&P 500 / Nasdaq
Insgesamt bestätigt das letzte Jahr, dass Zölle und selbst nur die einfache zollpolitische Rhetorik von Präsident Trump ein starker Auslöser für kurzfristige Korrekturen an der amerikanischen Börse sind, aber auch, dass die Märkte letztendlich von den fundamentalen Regeln regiert werden: Sobald die Investoren das wahre Ausmaß der Maßnahmen verstehen oder Signale der Deeskalation hören, können die Erholungsrallyes ebenso spektakulär sein wie die anfänglichen Abstürze.
Analyse erstellt mit Hilfe von Perplexity
Neueste Nachrichten
23:08
22:19
21:39
21:28
20:59
Mehr Nachrichten ansehen