Die Untersuchung zielt auf den missbräuchlichen Einsatz von europäischen und nationalen Mitteln in einem Programm zur Energieeffizienz ab, mit einem mutmaßlichen Schaden von mindestens 470.000 Euro und mindestens 37 potenziell betroffenen Begünstigten.
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat bekannt gegeben, dass auf Antrag ihres Büros in Danzig die polnischen Strafverfolgungsbehörden am Flughafen Warschau einen Verdächtigen in einer Untersuchung wegen des mutmaßlichen missbräuchlichen Einsatzes von Mitteln aus dem Programm "Saubere Luft" festgenommen haben. Der Verdächtige, Geschäftsführer eines Unternehmens aus Danzig, das an der Umsetzung von Projekten im Rahmen des Programms beteiligt ist, wird der Betrugs und des missbräuchlichen Einsatzes öffentlicher Mittel beschuldigt.
Kurz gesagt 1. Die Europäische Staatsanwaltschaft hat die Festnahme eines Verdächtigen am Flughafen Warschau in einer Untersuchung zum Programm "Saubere Luft" bekannt gegeben.
2. Der Verdächtige wurde am 20. März 2026 festgenommen, nachdem er sich in Thailand aufgehalten hatte, wo er versuchte, ein Aufenthaltsvisum zu erhalten.
3. Sein Unternehmen hat über 1,6 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Zuschüssen erhalten.
4. Die EPPO stellt fest, dass in mehreren Fällen die Arbeiten nicht begonnen oder frühzeitig abgebrochen wurden, obwohl sie als abgeschlossen erklärt wurden.
5. Bis jetzt schätzen die Ermittler, dass mindestens 37 Begünstigte betroffen sein könnten und dass mindestens 470.000 Euro missbräuchlich verwendet worden sein könnten.
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat klargestellt, dass der Verdächtige am 20. März 2026 von Beamten des Zentralen Antikorruptionsbüros in Polen mit Unterstützung der Grenzpolizei festgenommen wurde, nachdem er aus Thailand zurückgekehrt war, wo er versuchte, ein Aufenthaltsvisum zu erhalten. Das Bezirksgericht für den südlichen Bereich der Stadt Danzig hat eine vorläufige Festnahme für drei Monate angeordnet. Gleichzeitig führten die Beamten Durchsuchungen an mehreren Orten durch und beschlagnahmten Dokumente und Mobiltelefone als Beweismittel.
Laut EPPO ist die festgenommene Person der Geschäftsführer eines in Danzig ansässigen Unternehmens, das an der Umsetzung von Projekten im Rahmen des Programms "Saubere Luft" beteiligt ist. Das Programm wird von den europäischen Staatsanwälten als ein Schema der polnischen Regierung dargestellt, das Eigentümern von Wohnhäusern finanzielle Mittel für den Austausch von umweltschädlichen Heizsystemen und zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden bietet. Das Schema wird von der Exekutivagentur der Europäischen Union für Klima, Infrastruktur und Umwelt, CINEA, im Rahmen des Programms 2021-2027 kofinanziert.
Die Ermittler behaupten, dass das Unternehmen gleichzeitig als Auftragnehmer der Arbeiten und als Vertreter der Begünstigten aufgetreten ist. In dieser Doppelrolle hat das Unternehmen Finanzierungsanträge bei den nationalen Behörden eingereicht und über 1,6 Millionen Euro, bzw. 6.965.250,14 Zloty, aus europäischen und nationalen Zuschüssen erhalten. Laut den von der EPPO vorgelegten Feststellungen wurden die Mittel direkt an das Unternehmen überwiesen, und in mehreren Fällen wurden die Arbeiten entweder nicht begonnen oder in einem frühen Stadium eingestellt, obwohl sie als abgeschlossen erklärt wurden.
Bis zu diesem Zeitpunkt behauptet die EPPO, dass 37 Begünstigte des Programms von den mutmaßlichen kriminellen Aktivitäten des Unternehmens betroffen sein könnten. Die europäischen Staatsanwälte schätzen, dass mindestens 470.000 Euro, was 2.001.446,30 Zloty entspricht, aus öffentlichen Mitteln und den Beiträgen der Begünstigten missbräuchlich verwendet worden sein könnten. Die Institution fügte hinzu, dass auch andere Begünstigte befragt werden, um das volle Ausmaß der mutmaßlichen kriminellen Aktivitäten und die mögliche Beteiligung anderer Verdächtiger festzustellen.
Der Fall wird nicht als Einzelfall dargestellt. Die Europäische Staatsanwaltschaft hat erwähnt, dass die Akte eine von mehreren ist, die derzeit untersucht werden und die das Programm "Saubere Luft" betreffen. Gleichzeitig hat die Institution betont, dass alle betroffenen Personen bis zur Feststellung ihrer Schuld vor den zuständigen Gerichten in Polen die Unschuldsvermutung genießen.
Die Europäische Staatsanwaltschaft ist die unabhängige Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union. Laut der in der Mitteilung enthaltenen Darstellung hat die EPPO die Verantwortung, Straftaten zu untersuchen, strafrechtlich zu verfolgen und vor Gericht zu bringen, die die finanziellen Interessen der Union beeinträchtigen.
Durch die Natur des betroffenen Programms berührt die Untersuchung sowohl den Schutz der europäischen Mittel als auch die Umsetzung einer öffentlichen Politik im Zusammenhang mit der Energieeffizienz von Wohngebäuden. Die Mitteilung der EPPO zeigt, dass das Schema "Saubere Luft" europäische und nationale Finanzierung für die Modernisierung von Heizsystemen und die Reduzierung der Verschmutzung im Wohnsektor kombiniert.
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