Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat entschieden, dass Arbeitgeber die Gehälter der Arbeitnehmer um die Zeit kürzen können, die diese zu spät zur Arbeit kommen, und hat damit eine umstrittene Praxis der Gewerkschaften klargestellt. Laut dem Statut der Arbeiter stellt das Gehalt die Vergütung für die tatsächlich geleistete Arbeit dar, was bedeutet, dass Arbeitnehmer, die weniger arbeiten, einschließlich aufgrund von Verspätungen, weniger bezahlt werden können.
Diese Entscheidung wurde nach einem Fall in einem Callcenter getroffen, das ein Zeiterfassungssystem eingeführt hat, um die Arbeitsstunden zu erfassen. Der Arbeitgeber begann, die Zeit der Verspätung vom Gehalt abzuziehen, da er sie als nicht geleistet betrachtete.
Die Gewerkschaften, insbesondere die Confederación General del Trabajo, haben diese Maßnahme angefochten und argumentiert, dass sie eine versteckte Bestrafung darstellt, da der Tarifvertrag bereits Strafen für Verspätungen vorsah. Diese Entscheidung hat Kontroversen und Diskussionen unter den Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Spanien ausgelöst.
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