Das Außenministerium Rumäniens untersucht die Schließung einer ersten Klasse mit rumänischer Unterrichtssprache an der Schule in Orlivka in der Region Odessa, erklärte Präsident Nicușor Dan. Der Fall wird gemeinsam mit der Botschaft der Ukraine in Bukarest analysiert; die rumänischen Behörden sollen nach Abschluss der Überprüfungen ihre Schlussfolgerungen vorlegen.
Die Klasse wurde am 1. September nach mehreren Bemühungen eröffnet, aber vier Tage später wieder geschlossen. Die Eltern sollen aufgefordert worden sein, ihre Kinder in eine Klasse mit ukrainischer Unterrichtssprache einzuschreiben. Das Generalkonsulat Rumäniens in Odessa kontaktierte die lokalen und regionalen Behörden; ein neuer Besuch vor Ort ist für den 18. September geplant.
Nicușor Dan erklärte, dass infolge der bilateralen Gespräche Fortschritte hinsichtlich der Rechte der rumänischen Minderheit in der Ukraine verzeichnet worden seien. Er betonte, dass die rumänischen Schulen ihre derzeitige Struktur behalten und Unterstützung durch den rumänischen Staat erhalten würden.
Der ukrainische Präsident Volodimir Selenski räumte die Existenz einiger isolierter Fälle ein, erklärte jedoch, diese seien gelöst worden, und versicherte, dass die rumänischen Schulen nicht geschlossen würden. Die ukrainische Botschaft teilte mit, dass Kiew die Bildungsrechte der Minderheiten respektiere und ein Netzwerk von Einrichtungen mit rumänischer Unterrichtssprache aufrechterhalte. Die Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Schule in Orlivka treten vor dem Hintergrund der Wiederaufnahme der bilateralen Kommission für Minderheiten und der zuvor von Selenski gegebenen Garantien für den Betrieb rumänischer Schulen auf.
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