Das Außenministerium prüft die Situation der ersten Klasse mit Unterricht in rumänischer Sprache im Ort Cartal (Orliwka) in der Region Odessa, nachdem diese nur vier Tage nach Beginn des Schuljahres geschlossen wurde. Die Klasse war am 1. September nach wiederholten Bemühungen der Eltern und des Generalkonsulats Rumäniens in Odessa eingerichtet worden.
Nach Angaben der örtlichen Gemeinschaft sollen die Eltern aufgefordert worden sein, ihre Anträge zurückzuziehen und ihre Kinder in einer Klasse mit Unterricht in ukrainischer Sprache anzumelden. Sie sollen die Anträge vor Beginn des Unterrichts mehrmals, unter anderem bereits zum fünften Mal, eingereicht und neu formuliert haben.
Das rumänische Konsulat in Odessa hat die lokalen und regionalen Behörden kontaktiert und wird am 18. September einen weiteren Besuch vor Ort durchführen, um Gespräche mit allen beteiligten Parteien zu führen. Das Außenministerium hat sowohl in Bukarest als auch in Kiew Schritte unternommen, um eine Lösung zu finden, die die Fortsetzung des Unterrichts in rumänischer Sprache ermöglicht.
Der Fall reiht sich in eine Reihe von Streitigkeiten über den Erhalt rumänischer Klassen in der Region Odessa ein. In diesem Sommer forderten die Gemeinschaften in Satu Nou und Borisăuca den Erhalt der zehnten Klassen. Rumänien setzt sich für die Wahrung der Rechte der rumänischen Minderheit im Rahmen der Verpflichtungen ein, die die Ukraine im EU-Beitrittsprozess übernommen hat.
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