Die Theaterunion Rumäniens (UNITER) hat Bedenken hinsichtlich eines Pilotprojekts des Ministeriums für Kultur geäußert, das die Arbeitszeit für Künstler und das Personal in den nationalen Theatern normieren soll. In einem offenen Brief betont UNITER, dass dieses Vorhaben zu Bürokratisierung, Destabilisierung und Entwertung der Kunst führen wird, indem es versucht, wesentliche Aspekte der künstlerischen Schöpfung zu messen, die nicht quantifizierbar sind. Das Projekt sieht 1.800 Arbeitsstunden jährlich vor, davon 900 für Proben, was ein Unverständnis für die Besonderheiten der künstlerischen Arbeit widerspiegelt.
UNITER ist der Ansicht, dass die aktuellen Regelungen unmoralisch sind, da sie die Kürzung der Budgets und den Mangel an Ressourcen berücksichtigen. Die Vertreter von UNITER fordern die Ausarbeitung eines Gesetzes für Theater, das die Autonomie der kulturellen Institutionen respektiert und den humanistischen Wert der Kunst anerkennt. Sie warnen, dass starre Regelungen zur Degradierung des kulturellen Lebens führen können und fordern eine Verwaltung, die Vertrauen in die Künstler hat und keine administrativen Zwänge auferlegt.
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