Die schwachen Ergebnisse der rumänischen Schülerinnen und Schüler bei den PISA-Tests könnten zumindest teilweise durch den Unterschied zwischen den in Rumänien auf Papier durchgeführten Prüfungen und dem am Computer absolvierten PISA-Test erklärt werden. Das erklärte Bildungsminister Mihai Dimian bei der Veranstaltung „Maratonul Viitor pentru România – Educația care construiește viitorul“ von Profit.ro.
Der Minister präzisierte, dass die PISA-Tests im März, April und Mai 2025 durchgeführt wurden und fast den gesamten acht- bis neunjährigen Bildungsweg der bewerteten Schülerinnen und Schüler widerspiegeln. Er betonte, dass die Ergebnisse auch durch die Auswirkungen der Pandemie beeinflusst worden seien, die als „ein biologisches Virus, aber auch ein kognitives Virus“ beschrieben wurden.
Dimian erklärte, dass sich der Rückgang Rumäniens in einen internationalen Trend einfüge. Gleichzeitig ist er der Ansicht, dass die Schülerinnen und Schüler lernen müssten, Wissen und Kompetenzen besser in realen Situationen anzuwenden. Seit 2022 werden die PISA-Tests am Computer durchgeführt, während die nationale Evaluierung sowie die Prüfungen in der zweiten, vierten und sechsten Klasse auf Papier abgelegt werden.
Der Minister kündigte an, dass mehr als 2.500 naturwissenschaftliche Labore eingerichtet und rund 100.000 Lehrkräfte in digitaler Pädagogik geschult worden seien. Die Modernisierung betrifft etwa 95.000 Klassen und zwischen zwei und drei Millionen Schülerinnen und Schüler. Dem Minister zufolge könnte der Einsatz computerbasierter Tests und praxisnäheres Aufgaben dazu beitragen, den Abstand zu den OECD-Ländern zu verringern.
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