Der ehemalige Minister für Bildung und Forschung, Daniel David, hat am Montag, dem 14. September, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die schwachen Ergebnisse der rumänischen Schülerinnen und Schüler bei den PISA-Tests 2025 erklärt. Seiner Ansicht nach kann Rumänien bei diesen Bewertungen keine guten Leistungen erwarten, solange die Schülerinnen und Schüler nicht kontinuierlich nach der PISA-Logik vorbereitet werden.
Daniel David hält es für ungerecht, gute PISA-Ergebnisse zu verlangen, wenn der Bildungsprozess nicht ausreichend auf Kompetenzen, Problemlösung und die Anwendung von Wissen in realen Situationen ausgerichtet ist. „Man kann keine PISA-Ergebnisse erwarten, wenn das PISA-Paradigma nicht im Bildungssystem verankert ist“, erklärte der ehemalige Minister.
Er wies darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler in der zweiten, vierten und sechsten Klasse geprüft werden, jedoch nicht immer mit Aufgaben, die nach derselben Logik gestaltet sind. Seiner Ansicht nach erklärt der direkte Übergang zu den PISA-Tests in der neunten Klasse ohne schrittweise Vorbereitung teilweise die aktuellen Ergebnisse.
Die Äußerungen fallen in einen Kontext, in dem das Profil der Absolventinnen und Absolventen der Sekundarstufe I bereits seit 2017 Kompetenzen umfasst, die dem PISA-Modell nahestehen. Mehr als 55.000 Lehrkräfte haben 2023 eine Fortbildung für kompetenzbasierten Unterricht abgeschlossen. Der kommissarische Bildungsminister Mihai Dimian betonte, dass die Verbesserung von besseren Bedingungen an den Schulen und der Unterstützung der Lehrkräfte abhänge. Er erklärte, dass rumänische Schülerinnen und Schüler etwa 1.600 Stunden weniger in der Schule verbringen als der Durchschnitt der OECD-Staaten.
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