Als Reaktion auf den Vorschlag einer „juristischen Iron Dome“ betont der Europaabgeordnete Vlad Voiculescu, dass kollektive Stigmatisierung und Isolation nur den Radikalisierungszyklus anheizen und stattdessen die Konzentration auf den Rechtsstaat gefordert werden sollte.
Brüssel, 27. Januar 2026 – Der Europaabgeordnete Vlad Voiculescu kritisiert die Aussage der Europaabgeordneten AUR, Georgiana Teodorescu, die in einer Erklärung im israelischen Knesset strengere antiterroristische Maßnahmen gefordert und die Integrationspolitik der EU kritisiert hat. Voiculescu widerspricht und hält die Sichtweise der AUR-Abgeordneten zur Sicherheit und zum Terrorismus für falsch, da die Geschichte der „Friedhöfe der Imperien, die glaubten, sie könnten durch Angst herrschen“ ist.
Zusammenfassung
1. Voiculescu betont, dass Radikalisierung aus einem Mangel an Identität, Sinn und Perspektive resultiert, verstärkt durch Traumata und Demütigung.
2. Er warnt, dass die Terrorisierung bestimmter Gruppen aufgrund von Ethnie oder Religion unweigerlich zu Ressentiments und Faschismus führt, nicht zu Sicherheit.
3. Der Europaabgeordnete erklärt, dass wahre Sicherheit auf dem Rechtsstaat und gleichen Rechten basiert und „Slogans und schwarze Listen“ ablehnt.
Während Teodorescu für einen „juristischen Iron Dome“ und die Isolation radikaler Gruppen plädierte, wies Voiculescu auf die Gefahren kollektiver Strafen hin. „Terrorisiere heute ein Kind und du wirst morgen einen Terroristen bekommen“, warnte er und deutete an, dass harte Maßnahmen oft die Feinde hervorbringen, die man zu zerstören versucht. Er betonte, dass Menschen sich radikalisieren, wenn sie ihrer Identität beraubt und Gewalt oder kollektiver Stigmatisierung ausgesetzt sind.
Voiculescu wies ausdrücklich die Wirksamkeit physischer oder juristischer Barrieren zurück, wenn diese unmenschlich sind. „Echte Sicherheit wird nicht aus Slogans und schwarzen Listen oder Mauern – juristischen oder physischen – gebaut, sondern aus dem Rechtsstaat, dem Schutz der Menschenwürde und gleichen Rechten“, erklärte er. Er argumentierte, dass die Isolation von Gruppen aufgrund religiöser oder staatsbürgerlicher Kriterien ein sicherer Weg zum Faschismus ist.
Anstelle von Isolation schlug Voiculescu eine Lösung vor, die auf Integration und Chancen basiert. „Behandle den Menschen wie einen Menschen, gib ihm eine Chance und Perspektive, und er wird einen Sinn finden und zur Gesellschaft beitragen“, schloss er. Nur durch die Ansprache dieser menschlichen Bedürfnisse, so betonte er, kann die Welt den „Teufelskreis der Gewalt“ durchbrechen, der derzeit den Nahen Osten und nicht nur dort heimsucht.
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