Eine für die Five-Eyes-Dienste erstellte Geheimdienstnotiz kommt mit einem „hohen Maß an Sicherheit“ zu dem Schluss, dass Veteranen westlicher Spezialeinheiten angeworben worden sein sollen, um russische Zivilisten und aktive Militärangehörige auszubilden. Die Information wurde von The Telegraph erlangt und ist nun Gegenstand einer Untersuchung des australischen Secret Intelligence Service.
Dem Dokument zufolge wurden ehemalige australische Soldaten und ein Reservist angesprochen, um als Ausbilder in Lagern in Bulgarien und Serbien tätig zu werden, in denen russische Kunden ausgebildet worden sein sollen. In der Notiz wird insbesondere das Zentrum Alfa-Metal im Norden Bulgariens genannt, das Kurse für Spezialkräfte und Scharfschützen anbietet, darunter Nahkampfausbildung.
Das Dokument erwähnt, dass russische Staatsbürger auch nach der Invasion der Ukraine im Jahr 2022 an solchen Kursen teilgenommen haben sollen, während Mitarbeiter des Zentrums bestätigt haben sollen, dass die Ausbildung 2025 fortgesetzt wurde. Alfa-Metal weist die Vorwürfe kategorisch zurück, erklärt, keine SAS-Veteranen beschäftigt zu haben, und versichert, seit Beginn des Krieges keine Russen ausgebildet zu haben.
Das Zentrum soll berufliche Verbindungen zu Alfa Region unterhalten haben, einem russischen privaten Sicherheitsunternehmen, das das Lager auf seiner Website bewirbt. Die australische Untersuchung könnte ihre Ergebnisse an das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten übermitteln. Im Vereinigten Königreich und in Australien ist die Nutzung militärischer Ausbildung zur Unterstützung eines ausländischen Staates illegal. Ehemalige SAS-Angehörige bezeichneten ein solches Vorgehen als unmoralisch und als Verrat an den Werten des Regiments.
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