Präsident Nicușor Dan hat die Konsultationen mit den Vorsitzenden der Parlamentsparteien zur Ernennung eines neuen Ministerpräsidenten verschoben. Die Gespräche sollen voraussichtlich am Donnerstag, dem 17. September, stattfinden. Ursprünglich waren die Treffen für Mittwoch angesetzt, doch bis Dienstagabend hatte die Präsidialverwaltung den politischen Parteien noch keine offiziellen Einladungen geschickt.
Die Konsultationen finden vor dem Hintergrund der längsten politischen Krise in Rumänien statt. Am Donnerstag sind 135 Tage seit der Absetzung der Regierung Bolojan durch ein von PSD und AUR unterstütztes Misstrauensvotum vergangen. Der Präsident beabsichtigt, noch in dieser Woche einen neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zu benennen, bevor er am 19. September zur Generalversammlung der UNO in die Vereinigten Staaten reist.
Zu den Namen, die in Betracht gezogen werden, gehören Luca Niculescu und Alexandru Nazare, Finanzminister und Mitglied der PNL. Nicușor Dan würdigte Nazares Erfahrung im Haushaltsbereich und im Umgang mit dem Finanzsektor, betonte jedoch, dass die Ernennung des Ministerpräsidenten davon abhängt, politische Unterstützung für mindestens 233 Stimmen im Parlament zu erhalten.
Seit Juni hat der Präsident zwei Kandidaten nominiert. Eugen Tomac legte sein Mandat vor der Abstimmung nieder, während die von Adrian Veștea vorgeschlagene Regierung am 22. Juni vom Parlament abgelehnt wurde. Seitdem sind die Verhandlungen über die Bildung einer stabilen Mehrheit gescheitert. Nicușor Dan erklärte, dass auch vorgezogene Neuwahlen nicht ausgeschlossen seien.
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