In der Zeit vom 29. bis 30. Juli sind über 70.000 Migranten nach Ceuta eingereist, und die Behörden berichteten von 94 Todesfällen, die meisten durch Ertrinken.
Die Spannungen nahmen zu, nachdem ein spanisches Gericht entschieden hatte, dass Migranten nur dann zurückgeschickt werden können, wenn sie eine physische Barriere überwinden, was neue Überquerungen ermutigte. Die Gewerkschaften der Polizisten forderten zusätzliche Maßnahmen, und die spanische Regierung machte die Welle von Migranten für Fehlinformationen durch kriminelle Netzwerke verantwortlich. Eine schwimmende Barriere wurde am 1. August im Meer installiert, aber die Kontrollen in Marokko wurden erst wenige Tage vor der Krise verstärkt.
Marokko, das von der EU finanzielle Unterstützung für die Kontrolle der Migration erhält, wurde für die Verzögerung der Maßnahmen kritisiert. Die Krise hat die Debatte über die europäische Migrationspolitik und die Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Staaten neu entfacht. Die Europäische Kommission hat die Fortsetzung der finanziellen Unterstützung zur Stärkung der Grenzen angekündigt.
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