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Der Bürgermeister der spanischen Exklave Ceuta, Juan Jesús Vivas, hat am Dienstag die Europäische Union aufgefordert, zum Schutz des Gebiets und zur Bewältigung der Folgen der massenhaften Ankunft von etwa 70.000 Menschen aus Marokko Ende Juli beizutragen. Mehr als einen Monat nach diesem Vorfall bleibt die Lage angespannt. Vivas bezeichnete Ceuta als „einen Dampfkochtopf, der jederzeit explodieren kann“.
Der Regierungschef der Exklave fordert eine dauerhafte Präsenz Europas, unter anderem durch die Agentur Frontex, sowie finanzielle Unterstützung für die endgültige Ausreise aller im Juli eingetroffenen Personen und für den Ausbau der lokalen Infrastruktur.
Vivas, Mitglied der Volkspartei, warf Marokko vor, den Zustrom von Migranten verursacht oder zugelassen zu haben und den Migrationsdruck zu nutzen, um die territoriale Integrität Ceutas, Spaniens und der Europäischen Union zu gefährden. Er forderte eine entschlossene Reaktion der europäischen Institutionen und die Einhaltung der Grenzen.
Der Politiker äußerte sich in Brüssel vor Treffen mit den EU-Kommissaren für Migration und das Mittelmeer. Diese sollten die Lage mit dem spanischen Außenminister José Manuel Albares erörtern.
Unterdessen hat die spanische Justiz eine Untersuchung zur Ankunft der Migranten eingeleitet. Sie beruft sich dabei auf Hinweise, wonach Marokko den Vorgang möglicherweise erleichtert haben könnte. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte jedoch im Parlament, es gebe keine Beweise für eine Beteiligung der marokkanischen Behörden.
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