Etwa 150.000 Menschen haben am Samstag in etwa 20 Städten in Deutschland gegen die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) protestiert, nachdem die Partei kürzlich einen Wahlsieg im Bundesland Sachsen-Anhalt errungen hatte.
Die Demonstrationen fanden in Berlin, Hamburg, München und anderen Städten auf Initiative der bundesweiten Kampagne „Prüf“ statt, die ein Verbot der AfD unterstützt. Die Demonstranten zeigten Botschaften wie „Verbietet die AfD jetzt“ und „Demokratie braucht keine Alternativen“.
Die einwanderungsfeindliche und russlandfreundliche AfD erhielt vergangene Woche fast 44 % der Stimmen in Sachsen-Anhalt, einer ihrer Hochburgen im ehemaligen Ostdeutschland. Die Partei versucht, die erste rechtsextreme Landesregierung in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu bilden.
In Berlin, wo mehrere Proteste stattfanden, darunter eine Gegendemonstration der AfD, meldete die Polizei die Teilnahme Tausender Menschen. Laut Campact protestierten etwa 25.000 Menschen in Hamburg und 12.000 in München.
Der Aufstieg der AfD hat die Forderungen nach einem Verbot der Partei verstärkt, doch die traditionellen Parteien und die deutsche Gesellschaft bleiben hinsichtlich der Zweckmäßigkeit eines solchen Verfahrens gespalten. Die Demonstranten sagen, dass die Mobilisierung notwendig sei, um die Demokratie zu verteidigen und zu verhindern, dass die extreme Rechte an die Macht gelangt.
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