Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Foglio, das am Samstag veröffentlicht wurde, dass die Strategie der traditionellen Parteien, die Alternative für Deutschland (AfD) zu isolieren, nicht funktioniere. Die Reaktion erfolgt nach dem Sieg der AfD bei den Landtagswahlen im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, wo die migrationsfeindliche Partei 43,8 % der Stimmen erhielt und damit beinahe die absolute Mehrheit erreichte.
Die etablierten Parteien haben jegliche Zusammenarbeit mit der AfD auf Grundlage der als „Firewall“ bekannten Politik ausgeschlossen, was trotz des Wahlergebnisses die Bildung einer Landesregierung erschwert. Der Verfassungsschutz hat den AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt als rechtsextremistisch eingestuft.
Meloni erklärte, dass Bewegungen, die den Schutz der Identität, die Bekämpfung illegaler Migration und die Gefahr einer Islamisierung betonen, in Europa an Boden gewinnen. Ihrer Ansicht nach habe das Establishment politische Barrieren errichtet, anstatt auf die Sorgen der Wähler zu reagieren. Sie empfahl, diesen Unzufriedenheiten zuzuhören und konkrete Antworten zu formulieren.
Die italienische Ministerpräsidentin, die seit fast vier Jahren an der Macht ist, hatte sich zuvor von der AfD und den Positionen der Partei distanziert.
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