Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte am Freitag an, dass Paris in den kommenden Wochen ein Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs zu Energiefragen veranstalten werde. Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund stark steigender Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sowie angesichts der Befürchtungen über geopolitische Auswirkungen auf die Märkte.
Macron erklärte, Ziel des Treffens sei es, die Zusammenarbeit zwischen den G7-Staaten zu stärken und unnötige Spannungen mit den wichtigsten internationalen Partnern zu vermeiden. Die Staats- und Regierungschefs sollen auch Optionen für eine mögliche Freigabe oder Mobilisierung strategischer Energiereserven prüfen.
Die Äußerungen erfolgten nach einem von Macron einberufenen Treffen mit Präsidentschaftskandidaten und Parteichefs im Hinblick auf die für das kommende Frühjahr geplanten Wahlen. Der französische Präsident kann nach dem Abschluss seiner zwei verfassungsmäßig vorgesehenen Amtszeiten nicht erneut kandidieren.
In Frankreich versucht die Regierung, angesichts der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und der steigenden Lebenshaltungskosten die soziale Unzufriedenheit einzudämmen. Macron betonte, die Preissteigerungen seien nicht durch Entscheidungen der Regierung verursacht, sondern durch die geopolitische Lage. Er kündigte an, dass die bestehenden Unterstützungsmaßnahmen überprüft und angepasst würden, warnte jedoch, kostspielige Lösungen könnten zu einem höheren Defizit oder zusätzlichen Steuern führen.
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