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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Europa aufgefordert, seine Souveränität im All zu stärken und eine eigene bemannte Raumfahrtkapazität zu entwickeln. Anlass war der Internationale Raumfahrtgipfel in Paris. An der Veranstaltung nehmen Vertreter aus rund 120 Ländern teil. Sie findet vor dem Hintergrund des zunehmenden geopolitischen und kommerziellen Wettbewerbs im Raumfahrtsektor statt.
Macron plädierte für eine „gemeinsame Governance“ des Weltraums und kündigte europäische Investitionen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro an. Er schlug vor, dass die Frachtkapsel Nyx innerhalb der nächsten zwei Jahre die Internationale Raumstation erreicht, das Mondmodul Argonaut in fünf Jahren auf dem Mond landet und innerhalb von zehn Jahren eine europäische Kapsel mit Astronauten vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana gestartet wird.
Der Gipfel war vom Rückzug von SpaceX und Blue Origin sowie weiterer US-amerikanischer Unternehmen geprägt. Laut Reuters soll die Trump-Regierung Druck auf die Unternehmen ausgeübt haben, nicht teilzunehmen, sie jedoch nicht ausdrücklich zum Rückzug aufgefordert haben.
Europa verfügt derzeit über kein autonomes System für den Transport von Astronauten und ist von den Vereinigten Staaten abhängig. Der Krieg in der Ukraine und die Rolle von Starlink haben die Bedenken hinsichtlich der Kontrolle kritischer Weltrauminfrastrukturen verstärkt. SpaceX führte im vergangenen Jahr rund 170 Starts durch, während Europa jährlich etwa zwölf Starts absolviert.
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