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Marat Kambolow, ein ehemaliger Beamter der russischen Bundesregierung, hat die Präsidentschaftswahlen in Südossetien mit 85 Prozent der Stimmen gewonnen und wurde von Wladimir Putin beglückwünscht. Die Abstimmung fand am Freitag in der von Moskau unterstützten georgischen Separatistenregion statt; die Wahlbeteiligung lag bei 73 Prozent.
Russland stellte den Sieg des 61-jährigen Kambolow als Signal für den Wunsch der Bevölkerung nach Stabilität und engeren Beziehungen zur Russischen Föderation dar. Der russische Präsident gratulierte ihm am Samstag in einem auf der Website des Kremls veröffentlichten Telegramm.
Kambolow stammt aus Nordossetien und hatte zuvor keine Verbindungen zu Südossetien. Im Juni wurde er nach dem Rücktritt von Alan Gaglojew, der Berater Putins wurde, zum Ministerpräsidenten der Region ernannt. Zuvor hatte Kambolow wichtige Funktionen in der russischen Bundesverwaltung inne, unter anderem im Bildungsministerium.
Das Wahlergebnis folgt auf die Unterzeichnung eines russisch-ossetischen Vertrags im Mai über eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Außenpolitik und Sicherheit. Das Abkommen sieht auch die Integration der Energie- und Verkehrsnetze vor. Georgien verurteilte das Dokument und bezeichnete es als Festigung der „De-facto-Annexion“ Südossetiens und Abchasiens. Die Region mit rund 50.000 Einwohnern ist bei Gehältern, Renten, Energie und Infrastruktur in hohem Maße von Russland abhängig.
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