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Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat angekündigt, Donald Trump bei seiner Teilnahme an der UN-Generalversammlung in New York auffordern zu wollen, sich nicht in die brasilianischen Präsidentschaftswahlen einzumischen. Die Erklärung erfolgte im Vorfeld der im Oktober stattfindenden Wahl, bei der Lula gegen Flávio Bolsonaro, den Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro und Verbündeten des US-Präsidenten, für eine weitere Amtszeit kandidiert.
„Ich fahre zur UN-Versammlung, um ein Gespräch mit Trump zu führen und ihm zu sagen: Mischen Sie sich nicht in die Wahlen in Brasilien ein“, erklärte Lula während einer Wahlkampfveranstaltung in Ceilândia, einem beliebten Stadtteil von Brasília.
Nach Angaben des brasilianischen Regierungsvertreters Carlos Bicalho Cozendey ist bislang kein bilaterales Treffen zwischen den beiden Präsidenten geplant. Bei der Generalversammlung werden sie sich jedoch voraussichtlich begegnen; ihre Reden könnten wie bereits 2025 direkt aufeinanderfolgen.
Die Spannungen zwischen Brasília und Washington haben sich verschärft, nachdem die Vereinigten Staaten im Juli zwei Serien von Sonderzöllen auf brasilianische Produkte verhängt hatten. Lula bezeichnete die Maßnahmen als Versuch, sich in die Wahlen in Brasilien einzumischen.
Der Konflikt geht auf das Jahr 2025 zurück, als die Trump-Regierung vor dem Hintergrund des gegen Jair Bolsonaro angestrengten Verfahrens wegen des mutmaßlichen Versuchs eines Staatsstreichs die Zölle auf brasilianische Waren erhöhte. Umfragen deuten auf eine mögliche enge Stichwahl zwischen Lula und Flávio Bolsonaro hin.
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