Der Präsident Litauens, Gitanas Nausėda, hat angekündigt, dass die parlamentarischen Parteien sich auf einen Plan zur Änderung der Verfassung geeinigt haben, um das Verbot von Atomwaffen und ausländischen Militärbasen aufzuheben. Diese Maßnahme, die eine Zweidrittelmehrheit in zwei parlamentarischen Abstimmungen erfordert, folgt einer Analyse der aktuellen geopolitischen Situation, die sich insbesondere nach der Invasion Russlands in die Ukraine verschlechtert hat.
Litauen, ein NATO-Mitgliedstaat, hat die Verteidigungsausgaben erhöht und modernisiert seine Streitkräfte, da es Grenzen zur russischen Exklave Kaliningrad und zu Weißrussland hat. Der Präsident betonte auch, dass es keine unmittelbaren Pläne zur Lagerung von Atomwaffen gibt, aber die Aufhebung des Verbots würde eine schnelle Reaktion im Falle einer Veränderung der Sicherheitslage ermöglichen. Die verfassungsrechtlichen Änderungen könnten bis Ende des Jahres verabschiedet werden.
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