Litauen hat seinen Evakuierungsplan für die Bevölkerung im Falle einer militärischen Bedrohung oder einer schweren Krise aktualisiert. Eine der vorgesehenen Routen für die Einwohner der Hauptstadt Vilnius führt nach Polen. Darüber berichtete das Polskie Radio und wies darauf hin, dass die Behörden der Woiwodschaft Podlachien die Region darauf vorbereiten, als Transitkorridor und möglicherweise als Aufnahmegebiet für Evakuierte aus den baltischen Staaten zu dienen.
Die Reihenfolge und die Evakuierungsrouten werden vom Ausmaß und vom Ort der Bedrohung abhängen. Dem Plan zufolge sollte die Operation beginnen, bevor die Gefahr unmittelbar wird. Die anderen Evakuierungsrichtungen aus Vilnius führen in den Norden und Westen Litauens.
Die Behörden betonen, dass sich die Einwohner während Bombardierungen oder bei einer unmittelbaren Bedrohung in Sicherheit bringen müssen, anstatt zu versuchen, die Stadt zu verlassen. Der Plan zielt darauf ab, eine organisierte und kontrollierte Evakuierung vorzubereiten.
Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den Befürchtungen einer möglichen Eskalation. Polnische und litauische Vertreter haben zuvor vor russischen Provokationen gewarnt, darunter Angriffe auf die Infrastruktur oder Operationen unter falscher Flagge. Auch US-Dienste haben eingeschätzt, dass Moskau die Entschlossenheit der NATO mit einem begrenzten Angriff auf eines der baltischen Länder testen könnte.
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