Litauen hat den Flughafen von Vilnius vorübergehend geschlossen, nachdem die Behörden Informationen über die mögliche Sichtung einer Drohne im Luftraum des Landes erhalten hatten. Als Vorsichtsmaßnahme mobilisierte die NATO mindestens ein Kampfflugzeug, um die Lage zu überprüfen.
Das Flugzeug startete vom Stützpunkt in Šiauliai im Norden Litauens, wo Flugzeuge der italienischen Luftstreitkräfte im Rahmen der NATO-Luftverteidigungsmission für die baltischen Staaten stationiert sind. Das Nationale Krisenmanagementzentrum teilte später mit, dass der Luftalarm aufgehoben und der Flughafen von Vilnius nach etwa einer Stunde wieder geöffnet worden sei.
Der Vorfall beeinträchtigte den Marathon, der in der litauischen Hauptstadt stattfand, nicht, erklärten die Organisatoren gegenüber Reuters. Die Behörden machten bislang keine Angaben zur Identifizierung der Drohne oder zu ihrer Herkunft.
Der Alarm erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von Drohnenvorfällen, die von den Ländern an der Ostflanke der NATO gemeldet werden. Mehrere Staaten haben das Eindringen oder mögliche Eindringen unbemannter Fluggeräte in ihren Luftraum gemeldet, vor dem Hintergrund des von Russland gegen die Ukraine begonnenen Krieges.
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