Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat erklärt, dass die langfristigen inflationären Erwartungen im Euro-Raum weitgehend verankert sind, obwohl die durch die Entwicklungen im Nahen Osten verursachte Energiekrise weiterhin die Inflation anhebt und die Wirtschaft beeinträchtigt. Auf einer Pressekonferenz nach dem Eurogruppen-Treffen betonte Lagarde das Engagement der EZB für die Stabilität der Preise im Kontext der Unsicherheiten, die durch den Energieschock verursacht werden.
Die jährliche Inflationsrate stieg im April auf 3% und überstieg damit das Ziel von 2% der EZB, während Analysten mit Zinserhöhungen in den kommenden Sitzungen rechnen. Lagarde warnte, dass eine übermäßige Lockerung der Fiskalpolitik zur Bekämpfung der Auswirkungen der Energiepreise die EZB dazu bringen könnte, mit Zinserhöhungen zu reagieren. Sie betonte auch die Bedeutung vorübergehender und verhältnismäßiger fiskalischer Maßnahmen. Die EZB hielt die Zinssätze im April unverändert, signalisierte jedoch eine Intensivierung der Inflationsrisiken und eine wirtschaftliche Abkühlung.
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