Eine Gruppe von auf Schlaf spezialisierten Ärzten, zusammen mit der ehemaligen französischen Bildungsministerin Anne Genetet, hat einen Aufruf in Le Monde gestartet, damit die Unterrichtsstunden in der Mittelschule und im Gymnasium um 9:00 Uhr beginnen. Sie argumentieren, dass sich während der Pubertät der zirkadiane Rhythmus von Jugendlichen verändert und die innere biologische Uhr um eine bis drei Stunden verschoben wird. Diese Veränderung führt dazu, dass Schüler Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren und ihr Gedächtnis zu nutzen, wenn der Unterricht zu früh beginnt.
Studien in Frankreich zeigen, dass der Beginn des Unterrichts um 9:00 Uhr den Schlaf, die Wachsamkeit verbessert und die Angst verringert. Forscher betonen, dass diese Änderung nicht zu einem späteren Schlafengehen der Schüler führt, sondern zu einer Anpassung der Aufwachzeit. Die Autoren der Initiative sind der Meinung, dass die Anpassung des Schulprogramms an den biologischen Rhythmus von Jugendlichen eine Priorität in der Bildungspolitik sein sollte, da sie das Potenzial hat, die Gesundheit und die akademische Leistung junger Menschen positiv zu beeinflussen. Diese Diskussion findet in einem globalen Kontext statt, in dem die Auswirkungen des Schulprogramms auf die psychische Gesundheit und die Lernfähigkeit von Jugendlichen analysiert werden.
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