Die Schweizer Regierung hat am Donnerstag angekündigt, die Abschaffung des Zivilstands „geschieden“ aus offiziellen Dokumenten zu unterstützen. Die Initiative geht auf die liberale Parlamentarierin Nadine Gobet zurück. Die Maßnahme würde die Pflicht geschiedener Personen beseitigen, diesen Status in Formularen anzugeben – selbst viele Jahre nach dem Ende der Ehe.
Nadine Gobet, Mitglied der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP), ist der Ansicht, dass die Scheidung eine bereits geklärte rechtliche Angelegenheit sei und die Beibehaltung dieser Kategorie in Verwaltungsdokumenten nicht mehr notwendig sei. Sie erklärte, dass die dauerhafte Abfrage des Status „geschieden“ ein privates Ereignis in eine von der Verwaltung fortgeschriebene Information verwandle.
Die Parlamentarierin schlägt vor, dass geschiedene Personen in offiziellen Formularen wieder der Kategorie „ledig“ zugeordnet werden. Die Initiative wurde noch nicht angenommen. Das Schweizer Parlament soll den Vorschlag prüfen und, falls es ihn annimmt, die notwendigen Gesetzesänderungen einleiten. Die Abschaffung der Kategorie würde die Darstellung des Zivilstands in den amtlichen Dokumenten und Verwaltungsverfahren der Schweiz verändern.
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