Die Schweizer sind aufgerufen, am 10. Juli über eine Initiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) abzustimmen, die eine Begrenzung der Bevölkerung des Landes auf maximal 10 Millionen Einwohner vorschlägt. Dieser Vorschlag, der von der Regierung und der Wirtschaft angefochten wird, würde strenge Einschränkungen bei der Einwanderung auferlegen und könnte zu einem Austritt aus dem Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union führen, was die Schweizer Wirtschaft beeinträchtigen würde.
Die Initiative würde die Behörden verpflichten, die Einreise neuer Zuwanderer abzulehnen, wenn die Bevölkerung 9,5 Millionen überschreitet, und bei Erreichen der Grenze von 10 Millionen zusätzliche Einschränkungen auferlegen. Die SVP argumentiert, dass das demografische Wachstum Druck auf die Infrastruktur und die öffentlichen Dienstleistungen ausübt, während Gegner, darunter große Unternehmen, warnen, dass der Vorschlag die Handelsabkommen mit der EU, die für die Schweizer Wirtschaft entscheidend sind, beeinträchtigen könnte.
Obwohl nur 10 % der Volksinitiativen angenommen werden, zeigte eine aktuelle Umfrage eine Unterstützung von 48 % für diesen Vorschlag, was die tiefen Spaltungen in der Gesellschaft in Bezug auf Einwanderung und die Öffnung des Landes verdeutlicht.
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