Das Europäische Parlament hat eine klare Position zur Überarbeitung der EU-Vorschriften für die Rechte von Fluggästen angenommen und mit 652 Stimmen dafür gestimmt. Die Abgeordneten haben beschlossen, die Entschädigungsgrenze für Verspätungen bei drei Stunden zu belassen und den Vorschlag, diese auf vier oder sechs Stunden zu erhöhen, abgelehnt. Die Entschädigungen bleiben zwischen 300 und 600 Euro, abhängig von der Flugdistanz. Außerdem möchte das Parlament die Liste der außergewöhnlichen Umstände aktualisieren, die es Fluggesellschaften ermöglichen, die Zahlung von Entschädigungen abzulehnen. Unter anderem werden Regeln vorgeschlagen, um Getränke und Mahlzeiten im Falle von längeren Verspätungen anzubieten, sowie die Einführung von vorab ausgefüllten Formularen für Rückerstattungsanträge. Passagiere dürfen kostenlos ein Handgepäckstück von maximal 7 kg und einen persönlichen Gegenstand mitnehmen. Das EP betont die Bedeutung des Schutzes verletzlicher Passagiere und fordert Vorrang beim Boarding für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die angenommene Position wird dem Rat der EU zur Verhandlung übermittelt, und wenn keine Einigung erzielt wird, wird ein Vermittlungsausschuss einberufen.
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