Brüssel entwickelt einen Mechanismus zur 'schrittweisen Integration' für die Beitrittsländer zur Europäischen Union, der den Zugang zu wirtschaftlichen Vorteilen ermöglicht, wie z.B. Finanzierungsprogramme, bevorzugte Handelsabkommen und teilweisen Zugang zum europäischen Binnenmarkt, abhängig vom Fortschritt bei den geforderten Reformen. Im Gegensatz zu früheren Vorschlägen, die politische Rechte beinhalteten, konzentriert sich der neue Plan ausschließlich auf wirtschaftliche Vorteile, ohne Teilnahme am Entscheidungsprozess der EU. Die Initiative gewinnt Unterstützung von den Mitgliedstaaten, einschließlich Frankreich und Deutschland, und wird als tragfähigerer angesehen als frühere Projekte.
Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Zustimmung der Mitgliedstaaten für einen legislativem Rahmen in den für Oktober oder Dezember geplanten Ratssitzungen zu erhalten. Der Zugang zu den Vorteilen wird individuell bewertet, um fortlaufende Reformen zu fördern, insbesondere im Kontext des Krieges in der Ukraine. Die Ukraine und die Republik Moldau gehören zu den Hauptnutznießern dieses Ansatzes und haben bereits Zugang zu verschiedenen europäischen Programmen. Die EU hat derzeit neun Beitrittskandidaten, wobei Montenegro am weitesten in den Verhandlungen fortgeschritten ist.
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