Präsident Nicușor Dan erklärte in einem Interview mit Euronews den Aufruf zu einem „gesunden Nationalismus“, den er in seiner am 1. September bei der Internationalen Begegnung der orthodoxen Jugend in der Kathedrale der Erlösung des Volkes gehaltenen Rede formuliert hatte. Das Staatsoberhaupt sagte, Rumänien brauche Menschen, die an das Land glauben, in dem sie leben und arbeiten, ihre Kinder großziehen und zu dessen Entwicklung sie beitragen.
Nicușor Dan stellte klar, dass er mit dem Begriff „Nationalismus“ eine Identität zwischen dem Bürger und seinem Land gemeint habe, die im öffentlichen Raum mit Anstand zum Ausdruck gebracht werde. Er fügte hinzu, dass die Botschaft für diejenigen, die Vorbehalte gegenüber diesem Wort haben, als Aufruf zum Patriotismus verstanden werden könne.
Der Präsident sagte, dass viele Rumänen diese Werte teilten, sie jedoch aus Angst davor vermieden, sie öffentlich zum Ausdruck zu bringen, mit extremistischem Gedankengut in Verbindung gebracht zu werden. Seiner Ansicht nach brauche es ein Gleichgewicht in der Gesellschaft, damit die Verbundenheit mit Rumänien nicht mit demonstrativen Gesten oder politischer Aggressivität verwechselt werde.
Nicușor Dan sagte außerdem, dass er keine neue politische Bewegung habe ins Leben rufen wollen, obwohl ihm Politiker aus mehreren Parteien mitgeteilt hätten, dass diese Botschaft notwendig gewesen sei.
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