Die Staatsanwälte haben fünf Personen angeklagt, nachdem eine Betrugsmasche aufgedeckt wurde, die einen nicht existierenden Verwaltungsrat und gefälschte Beschaffungen beinhaltete.
Luxemburg, 18. Dezember 2025 Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) in Iași hat fünf Personen und drei Unternehmen vor Gericht gestellt, die in eine Betrugsmasche verwickelt sind, die das EU-Budget um etwa 850.000 Euro geschädigt hat. Die Anklagen betreffen ein Projekt zur Modernisierung der Bewässerungssysteme, an dem auch ein Beamter der Agentur für die Finanzierung ländlicher Investitionen (AFIR) beteiligt ist, der beschuldigt wird, die illegale Beschaffung von Mitteln erleichtert zu haben.
Kurz gesagt
Die Hauptangeklagten haben die Behörden durch die Einreichung falscher Dokumente für eine landwirtschaftliche Genossenschaft, die rechtlich nicht existierte und keinen funktionierenden Verwaltungsrat hatte, in die Irre geführt.
Ein Beamter von einem regionalen AFIR-Büro wird wegen Korruption und Komplizenschaft angeklagt, weil er die Genehmigung von betrügerischen Zahlungen und die Offenlegung vertraulicher Informationen im Austausch gegen Vorteile genehmigt hat.
Die Staatsanwälte haben bereits Bankkonten eingefroren und Immobilien im geschätzten Wert von 1,3 Millionen Euro beschlagnahmt, um den Schaden am EU-Budget zu decken.
Die Untersuchung hat eine systematische Manipulation des Finanzierungsprozesses ans Licht gebracht. Der faktische Präsident der Genossenschaft und der satzungsgemäße Präsident werden beschuldigt, gefälschte Dokumente bei der AFIR eingereicht zu haben, in denen sie behaupteten, dass eine Hauptversammlung das Projekt genehmigt habe, obwohl ein solches Treffen nicht stattgefunden hat. Darüber hinaus wurde das Beschaffungsverfahren zur Auswahl eines Auftragnehmers für die Bewässerungsarbeiten manipuliert, um ein Unternehmen zu begünstigen, das einem der Angeklagten gehört und von dessen Ehefrau geleitet wird.
Die Beweise deuten darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Mittel später durch getarnte Überweisungen in Rückzahlungen von Darlehen gewaschen wurde. Das Schema soll von einem AFIR-Manager unterstützt worden sein, der zwischen 2018 und 2023 die Zahlungsanträge trotz Unregelmäßigkeiten genehmigt hat. Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, drohen ihnen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren und sechs Monaten wegen schwerer Betrugsdelikte mit Subventionen und Geldwäsche.
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