Ab dem 1. Oktober 2026 ändert Rumänien sein Straßenmautsystem grundlegend. Für Pkw und leichte Fahrzeuge wird der Preis der Vignette nicht mehr nur nach der Gültigkeitsdauer, sondern auch nach der Schadstoffklasse des Fahrzeugs festgelegt.
Die niedrigsten Tarife gelten für Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge der Euro-VI-Norm: 48 Lei für 30 Tage und 254 Lei für ein Jahr. Für Euro-IV- und Euro-V-Fahrzeuge kosten die entsprechenden Vignetten 55 beziehungsweise 292 Lei, für Fahrzeuge der Euro-III-Norm oder älter 62 beziehungsweise 330 Lei. Die Tagesvignette wird für alle Kategorien teurer und kostet künftig 22 bis 29 Lei.
Die Reform führt das Prinzip „Der Verursacher zahlt“ ein – vor dem Hintergrund, dass der rumänische Fahrzeugbestand im Durchschnitt etwa 16,5 Jahre alt ist. Die Regierung rechnet in den ersten drei Monaten mit Einnahmen von rund 1,1 Milliarden Lei.
Ebenfalls ab dem 1. Oktober entfallen die rumänischen Gebühren für die Überquerung der Brücken Giurgiu-Ruse, Fetești und Giurgeni. Die von Bulgarien erhobenen Gebühren sowie die Gebühr für Calafat-Vidin bleiben in Kraft.
Für Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen wird TollRo eingeführt, ein System, das die Gebühr anhand der zurückgelegten Kilometer, des Fahrzeuggewichts, der Euro-Norm und der Straßenart berechnet.
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