Damen Holding BV, der wichtigste Gläubiger und 49-prozentige Anteilseigner von Damen Shipyards Mangalia, ficht vor Gericht die Änderung des Verkaufsverfahrens für die Werft an. Die Berufung richtet sich gegen die Entscheidung des Kreisgerichts Constanța vom 7. September, die eine schrittweise Senkung des Mindestgebots von 184 Millionen Euro auf 75 Prozent und anschließend auf 50 Prozent erlaubt, falls keine Bieter auftreten.
Nach dem neuen Verfahren ist für den 1. Oktober eine Auktion zum Wert von 184 Millionen Euro angesetzt. Sollte diese scheitern, könnten die folgenden Schritte mit einem niedrigeren Preis und kürzeren Fristen zwischen den Verfahren stattfinden.
Damen Holding erklärt in einer 19-seitigen Anfechtung, das Gericht habe eine inzwischen geänderte gesetzliche Bestimmung angewandt, und fordert die Aufhebung des beschleunigten Verfahrens. Das niederländische Unternehmen ist der wichtigste Gläubiger der Werft und hält gemeinsam mit Unternehmen der Gruppe rund 85 Prozent der Forderungen.
Damen Shipyards Mangalia geriet am 19. Juni 2024 in die Insolvenz und später in den Konkurs. Nach drei Auktionen ohne Bieter genehmigten die Gläubiger den Verkauf der Werft in sechs monatlichen Etappen zu einem konstanten Anfangspreis von 184 Millionen Euro.
Der Gewerkschaftsführer Laurențiu Gobeajă warnt, dass die Berufung die Wiederaufnahme der Produktion und die Übernahme durch einen neuen Investor verzögern könnte. Die Gewerkschafter befürchten, dass dadurch der Bau der über das SAFE-Programm finanzierten Militärschiffe und sogar die Zukunft der Werft gefährdet werden könnten.
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