Die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass bis zum Jahr 2300 ein Gebiet ohne Eis in der Größe des Bundesstaates Pennsylvania in der Antarktis aufgrund der globalen Erwärmung exponiert sein könnte. Die in Nature Climate Change veröffentlichte Studie ist die erste, die die glaziale isostatische Anpassung berücksichtigt und zeigt, wie das Land nach dem Rückzug des Eises ansteigt. Diese Exposition könnte die geopolitische Landschaft der Antarktis umgestalten und die Neuverhandlung internationaler Verträge, die die Aktivitäten in der Region regeln, anstoßen. Erica Lucas, Geophysikerin an der University of California, betonte, dass, während das Land zugänglich wird, Staaten möglicherweise ein größeres Interesse an den darunter liegenden mineralischen Ressourcen wie Kupfer, Gold und Silber entwickeln könnten.
Obwohl der kommerzielle Abbau von Mineralien in der Antarktis verboten ist, könnte eine mögliche Neuverhandlung des Vertrags die Ausbeutung dieser Ressourcen ermöglichen. Das erste Fenster für eine Neuverhandlung wird 2048 sein, was zu einem Druck auf den bestehenden rechtlichen Rahmen führen könnte. Dennoch betonen Experten, dass der Abbau von Mineralien aufgrund der schwierigen Bedingungen in der Antarktis eine Herausforderung bleiben wird.
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