Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des Met Office im Vereinigten Königreich könnten die globalen Durchschnittstemperaturen in den nächsten fünf Jahren Rekordwerte erreichen, mit Schätzungen eines Anstiegs um 1,3 bis 1,9 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (1850-1900).
Melissa Seabrook, Forscherin beim Met Office, betonte die klaren Beweise für die globale Erwärmung und wies darauf hin, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die globale Temperatur vorübergehend 1,5 Grad Celsius für mindestens ein Jahr im Zeitraum 2026-2030 überschreiten wird. Außerdem wird geschätzt, dass ein Jahr in diesem Zeitraum den Hitzerekord von 2024 übertreffen wird.
Obwohl das vorübergehende Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze nicht das Scheitern des Pariser Abkommens bedeutet, warnte Seabrook, dass das Zeitfenster zur Einhaltung dieser Grenze schnell schließt. Darüber hinaus könnten die Temperaturen in der Arktis um mehr als das 3,5-Fache über dem globalen Durchschnitt steigen, und das Meereis wird schmelzen, was die Klimasysteme beeinträchtigt.
Der Bericht prognostiziert außerdem feuchtere Bedingungen in der Nordhalbkugel und ein starkes El Niño-Phänomen, das zur Erhöhung der globalen Temperaturen beitragen könnte.
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