Die Fließgewässer weltweit haben 2025 den höchsten Dürregrad der vergangenen 35 Jahre erreicht, wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mitteilt. Der Rückgang der Wasserreserven gibt Anlass zur Sorge um die Versorgung, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Planet 2026 möglicherweise weitere Dürreperioden durchlaufen könnte.
Der WMO-Bericht über den Zustand der Wasserressourcen zeigt, dass der Wasserzufluss in Grundwasser, Seen, Vegetation, Eis und Schnee seit etwa einem Jahrzehnt rückläufig ist. Die terrestrischen Wasserreserven weisen bereits seit dem Zeitraum 2014–2016 einen Abwärtstrend auf, warnt die Generalsekretärin der Organisation, Celeste Saulo.
Die Flussabflüsse lagen in mehr als einem Drittel der Flusseinzugsgebiete weltweit unter den Normalwerten. Gleichzeitig verzeichneten einige Regionen Südasiens einen Wasserüberschuss – ein Zeichen für zunehmend unregelmäßige und unvorhersehbare hydrologische Zyklen.
Alle Gletscherregionen der Welt verloren 2025 durch Schmelzen an Masse. Zum vierten Mal in Folge wurden großflächige Gletscherverluste gemeldet, wodurch sich die langfristigen hydrologischen Risiken verschärfen. Die WMO warnt, dass die natürlichen Wasserreserven, die in Dürrejahren von entscheidender Bedeutung sind, wie ein „Sparkonto“ funktionieren, das allmählich aufgebraucht wird.
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